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Wir haben fast 30 Jahre lang ohne technische Hilfsmittel gejagt und die Hunde wieder gefunden, wenn sie mal länger ausgeblieben sind.

Allerdings kostet das Nerven, wenn der Hund nach der Jagd nicht da ist. Schon unser erster Wachtel ist hartnäckig hinter Wild her, besonders wenn es angeschweisst war, und hat dann lange Strecken zurückgelegt. In den 80er Jahren kamen gerade erst die farbigen Warnhalsungen auf (nach schwedischem Vorbild), die Jäger gingen grundsätzlich in Lodengrün (Farbe war verpönt), Handy gab es damals noch nicht.

Die einzigen Hilfsmittel, einen Hund wiederzufinden waren Geduld und Warten, oder eine gute topografische Karte in Papierform (z.B. Forstkarte) vom bejagten Gebiet und ein geländegängiges Auto sowie Glück beim Suchen.

 

Seit 2012 nutzen wir das Garmin System zur Hundeortung (Garmin Astro 22o mit 2 x DC 30, 1 x DC40) auf der Jagd, zusätzlich einen GPS-Tracker (Positionsmeldung per SMS).

Als Uleika und Carmina im Jahr 2007 eine Woche am Berg verschollen waren, waren diese Geräte noch nicht auf dem Markt, es gab nur Telemetrie-Ortungsgeräte. Den GPS-Tracker trug nur Carmina, da sie sich am weitesten und zeitlich längsten entfernte, die Bedienung und Zuverlässigkeit der Übermittlung liess jedoch zu wünschen übrig. Wir brauchten die Hunde aber nur selten zu suchen, die grösste Entfernung lag i.dR. innerhalb der bejagten Fläche, manchmal eben im Nachbar-Revier,  und auch Carmina kam mit zunehmendem Alter zuverlässig zum Stand zurück, Yaska und Wendy sowieso.

Einzig bei der Katastrophen-Prüfung in Ungarn 2013 waren 2 x die Hunde vollkommen aus der Peilung, das Garmin hat sich jedoch auch da bei der Suche bewährt.

Zuerst als Ximena beim Stöbern sichtig hinter einem Bock abging - die Richtung und Entfernung war bekannt, als die Verbindung abbrach und nach längerer Zeit konnte sie auf dem Rückweg wieder geortet werden. Schon in unserer Nähe (500 m) geriet sie in Panik (über den Grund kann man nur vermuten) und entfernte sich wieder, dank Garmin konnten wir sie dann doch mit einiger Mühe einfangen.

Am nächsten Tag ging Yaska ebenfalls hinter einem Bock durch und wurde später in ca. 10 km Luftlinie total fertig aufgesammelt. Dank Garmin (letzter Empfang in dem flachen Gelände bei über 2 km) wusste ich die Richtung und hätte auch in der Gegend gesucht, wo dann der Anruf herkam.

Nach diesen beiden Suchaktionen mussten wir nie mehr die Hunde suchen, da ich mit Garmin jeweils bei Jagdende wusste, wo sich der Hund aufhält oder ob er gerade auf dem Rückweg war, falls noch nicht am Stand angekommen.

Die neueren Generationen der Garmin Geräte (Astro 320 / DC 50 oder T5) arbeiten noch genauer (GPS und GLONASS) und auf wesentlich grössere Entfernungen, was wir jedoch eigentlich nicht benötigen.

Ausserdem sind inzwischen andere Systeme auf dem Markt (Tracker), die Entfernung und Position nicht direkt per Funk übermitteln, sondern an einen Server, der die Daten dann auf Smartphone oder PC weitergibt. Das Senden der Daten ist wesentlich besser als der SMS-Versand bei dem alten GPS-Tracker, fürs Anzeigen ist beim Smartphone jedoch Handynetz erforderlich.

Im letzten April ist Carmina von zu Hause entwischt und spurlos verschwunden. Natürlich hatte sie im Nichtjagdmodus kein Garmin um, sonst hätten wir sie sicher schnell gefunden.

Im Mai auf der HV habe ich mit einer Hundebesitzerin gesprochen, deren Hund ein kleines Gerät am Halsband trug - ein Tracker auch für den Alltag.

Nun hat Wendy, die sowas noch nie vorher gemacht hat, im Februar am Berg den Holzzaun überwunden und war über eine Stunde Rehjagern. Hoffentlich macht das nicht Schule. Das war für mich aber wieder ein Anlass, mich endlich nach einem System umzusehen, mit dem man den Hund im täglichen Leben und auf der Jagd absichern bzw. wiederfinden kann.

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