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Wir haben unsere Hunde schon immer in der herbst- und winterlichen Jagdsaison zum Stöbern  eingesetzt, wobei in den waldreichen Revieren unserer Region überwiegend auf Schwarzwild und Rotwild gejagt wird, Muffelwild, Rehwild und Fuchs kommen ebenfalls vor. Da die Wachtelhunde i.d.R. weiträumig jagen, sind sie am besten für revierübergreifende Bewegungsjagden geeignet - für einzelne kleine Treiben eher weniger.

 

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Da die Hunde gerade kranke Stücke oft hartnäckig und weit verfolgen, sind sie nicht immer zum Ende der Jagd wieder am Ausgangspunkt zurück und der Führer erlebt unruhige Stunden, bis die Hunde wieder eingetroffen sind. Wir sind fast dreissig Jahre ohne techn. Hilfsmittel ausgekommen, aber man möchte ja mit der Zeit gehen. Seit dem letzten Herbst setzen wir daher das Garmin Astro 220 ein.

 

Dabei trägt der Hund ein Senderhalsband, die Position wird über GPS bestimmt, und am Empfänger kann man die Bewegungen des Hundes mitverfolgen bzw. den Hund am Ende der Jagd orten. Im bergigen Gelände wie bei uns im Taunus hat aber auch die Technik schnell ihre Grenzen erreicht und die Verbindung bricht ab. Ganz ohne Suche geht es oft nicht, wenn der Jagdgehilfe noch nicht am Stand zurück ist - aber man kann am zuletzt festgestellten Punkt ansetzen. 

 

In der letzten Saison war es nur einmal notwendig, einen Hund zu suchen - in den anderen Fällen kamen die Hunde zum Stand zurück oder bereits kurz nach Jagdende kam ein Anruf aus dem Nachbarrevier, dass der Hund dort angeleint wurde und konnte am Streckenplatz abgeholt werden.

 

Ein interessanter Nebenneffekt ist, dass das Senderhalsband die gesamte zurückgelegte Strecke mit Wegpunkten aufzeichnet. Diese Informationen können mit dem PC ausgelesen werden.  Die Strecke kann danach in Google Earth angezeigt werden.

 

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Als Beispiel habe ich zwei Jagdtage mit guter Strecke herausgegriffen:

 

HEROLD

Jagd auf überwiegend Schwarzwild, steiles Gelände mit Felsrippen, Wald und Gestrüpp

Zum Einsatz kam unsere Carmina (rote Linie) sowie eine ältere Hündin aus unserer Zucht (blaue Linie).

 2011 Koerdorf Herold

Beide Hunde arbeiteten gründlich und unabhängig voneinander, wurden wiederholt an Sauen beobachtet und stellten kranke Sauen, die vor dem Hund abgefangen wurden.

Die zurückgelegte Strecke innerhalb 2 Stunden waren ca 16 km (rot) bzw. 12 km (blau)

Auf der Strecke lagen über 30 Sauen

 

 

 HAINTCHEN

Auf dieser Jagd in einem grossen Waldgebiet mit mehreren Revieren ergibt sich ein etwas anderes Bild.

Es kamen fast keine Sauen vor, aber viel Rotwild - auf der Strecke lagen ca. 15 Stücke

 2011 Carmina Haintchen

Carmina brachte einem Schützen Rotwild und verfolgte das Rudel bis kurz vor der Strasse, kam wieder an meinem Stand vorbei und entfernte sich in die entgegengesetzte Richtung. Sie legte in 3 Stunden fast 30 km zurück. Zum Jagdende wurde sie im übernächsten Revier angeleint.

 

Ich finde es sehr interessant, dass man so einen besseren Eindruck gewinnt, was unsere Jagdhunde leisten, wenn sie unterwegs sind. Mit den Leistungen in der letzten Saison sind wir sehr zufrieden.

 

   2015

Leider waren beim Seitenumzug die Screenshots der beschriebenen Hundearbeiten aus 2011 in Google Earth verloren gegangen, konnten aber von einem Ausdruck mit minderer Qualität wiederhergestellt werden.

Aus diese Grunde hier noch mal ein Bild von einer späteren Jagd in Haintchen, wo die Arbeit von vier verschiedenen Hunden, die alle ein Garmin trugen, zu sehen ist.

 

2014 10 25 Haintchen a

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